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OV-Abend C13 2017-09

Der C13 Herbst - „Feldtag“ bei Andechs: Fazit aus Sicht der Teilnehmer

OM Sven, DG1SVE, berichtete von unserem neuen Herbst - „Feldtag” auf dem Fuchsbichel bei Andechs. Dabei geht es um eine Art „Spaß-Fieldday”, ganz ohne Contest-Stress. Ganz offenbar ist diese Aktivität bei allen Teilnehmern großartig angekommen und alle hatten ihren Spaß dabei.

Darum hier nur ein interessanter Aspekt vorab:

OM Georg, DL5NO, hat den „Feld-Tag” genutzt, um einmal die neue digitale Betriebsart FT8[1] auszuprobieren. Sehr interessant, darum erlaube ich mir, an dieser Stelle einen Auszug aus seinem Bericht (ursprünglich zunächst nur über die C13 Fieldday-Mailingliste veröffentlicht) zu zitieren. Hier also seine Erfahrungen:

FT8 funktioniert auch bei leisen Signalen gut und ist damit eine gute Option für QRP-Stationen. Mit 10m Draht, der an einem Baum aufgehängt war und einem Antennentuner waren USA und Island problemlos zu arbeiten (das wäre aber mit CW genauso gegangen). FT8 ist quasi ein „Turbo JT9”, d.h. die Durchgänge mit jeweils 13 Buchstaben sind auf knapp 14 Sekunden komprimiert, im Vergleich zu knapp 50 Sekunden bei JT9. Laut den Autoren der Software sollen sich mit FT8 Signale mit 24dB unter Rauschen (bezogen auf ein Empfangsfenster von 2,5kHz Breite) noch dekodieren lassen.

Der QSO-Ablauf erfolgt quasi vollautomatisch durch die Software „WSJT-X”, wobei das QSO-Schema auch weitgehend vorgegeben ist. Hier eines unserer QSOs (mit DK8BZ auf 10m Bodenwelle) als Beispiel:

CQ DL0MW JN57
DL0MW DK8BZ JN58
DK8BZ DL0MW -06
DL0MW DK8BZ R-10
DK8BZ DL0MW RRR
DL0MW DK8BZ 73
DK8BZ DL0MW 73
        

Leider erlauben die neuen hochgezüchteten digitalen Betriebsarten wie FT8 wenig Varianz. Bei Änderung der Inhalte versagt die Software, d.h. es ist nicht möglich (und offensichtlich auch nicht angedacht) Informationen wie beispielsweise Namen des Operators oder QTH mitzugeben. Und es war auch nicht möglich mit dem eigentlich korrekten Stationsrufzeichen DL0MW/P Betrieb zu machen, da das 13-Buchstaben-Schema damit schon überschritten wird, d.h. die Software lief nur mit dem Call DL0MW durch. Das ist in meinen Augen eine große Schwäche des Systems. Ein Rufzeichen wie beispielsweise HB9/DL5NO (was ich gemäß CEPT Lizenz beim Aufenthalt in der Schweiz verwenden müsste) würde schon gar nicht funktionieren. FT8, und im Übrigen auch andere Betriebsarten aus derselben Softwareküche, diskriminieren quasi die Nutzer langer Rufzeichen.

Im Betrieb mit FT8 ist auch zu beachten, dass die Uhr des jeweiligen PCs sehr genau gehen muss, d.h. das vorgegebene 15-Sekunden-Raster ist durch alle teilnehmenden Stationen exakt einzuhalten. Da die „normale“ Uhr eines PCs in der Regel nicht ausreichend genau läuft, ist eine Synchronisierung per NTP-Timeserver im Internet zwingend angeraten. Dies wurde auf dem Fieldday-QTH in Andechs mittels Android-Smartphone mit LTE und einem lokal aufgebauten WLAN bewerkstelligt.

Mein Fazit: Test in Andechs hat technisch geklappt, aber FT8 ist die x-te neue digitale Betriebsart, die die Welt eigentlich nicht braucht.

Ansonsten: Fieldday zum Sommerende in Andechs auch mal ohne Contest-Stress hat Spass gemacht…gerne wieder im nächsten Jahr.”

Quelle: OM Georg (DL5NO)

Soweit die Beobachtungen, Einschätzungen und das Fazit von OM Georg. Möge sich ansonsten jeder selbst ein Urteil bilden! Ich werde FT8 sicherlich bald selbst mal ausprobieren, auch wenn ich als Nutzer von JT9 und JT65 (trotz der einerseits sehr beeindruckenden Leistungen dieser Betriebsarten) geneigt bin, dem Urteil von OM Georg weitgehend zu folgen.


Wolfgang (DB2MWA)

Bericht: Feldtag September 2017

Vom 22. bis 24.09.2017 veranstalteten wir unseren Feldtag. Im Vordergrund standen diverse Tests und der KW-Betrieb in ungestörter Umgebung.

Die Idee, mit dem Fahrrad nach Andechs zu fahren, zerschlug sich. Maria, meine zweite Tochter, wollte nun endlich auch einmal diesen Bauernhof kennen lernen. Das komplette Gepäck hätte nicht mehr in den Fahrradanhänger gepasst. Zumal der Aufwand wegen der zu erwartenden Temperaturen höher ausfiel. Also musste ich auf ein Auto zurückgreifen.

Auch die Auswahl der Ausrüstung bereitete uns Kopfzerbrechen, da die Kapazitäten stark begrenzt waren. Zum Schluss sind wir zum Ergebnis gelangt, das Aggregat mitzunehmen und die große Antenne zuhause zu lassen. Für sie wurde Ersatz in Form eines 12,5m GFK Mastes und einem Draht gefunden, der deutlich weniger Platz in Anspruch nahm.

Thomas und Hartwig kümmerten sich um OV-Zelt, Aggregat und eine Kochgelegenheit.

Mit Hartwig kämpfte ich mich durch ein Wirrwarr von Zeltstangen. Es verging einige Zeit, bis jede Stange an ihrem Platz war. Gemeinsam mit den Kindern hievten wir die Zeltplane über das Gestell, und schon stand unser Operatorzelt. Diesmal wählten wir, entgegen der bisherigen Gewohnheit, eine Nord/Süd-Ausrichtung. Die Wiese besitzt ein kleines Gefälle, was in der Vergangenheit zum Stau von Wasser auf dem Zeltdach geführt hatte. Leider führten die Abdrücke der Reifen des Traktors zu einem anderen Problem: Eine Stange hatte keinen Bodenkontakt. Ein untergeschobener Stein klärte die Sache.

Was uns nun noch fehlte, war ein weiterer Tisch auf dem die KW-Station aufgebaut werden konnte. Thomas löste das Problem mit Teilen eines alten Regals und ein paar Brettern. Was so ein Terrassenbau so alles mit sich bringt!

Danach begannen alle, ihre eigenen Zelte aufzubauen und einzurichten.

Als Kommunikationskanal wollten wir diesmal weg von einer festen 2m-Frequenz hin zu einer Lösung über ein Relais. Hier bot sich die Zugspitze (DB0ZU) mit ihrer extremen Reichweite an. Auf 2 m war der Verkehr allerdings nicht lange zu ertragen, so das ich auf die 70 cm (438.850 MHz) wechselte. Schon am Nachmittag meldete sich Andi (DG4MIC), der sich für einen Besuch am Abend anmelden wollte. Auch Markus (DO8GZ) fand uns schnell auf dieser Frequenz.

Sophia und Andi (DG4MIC)

Bild 1: Sophia und Andi (DG4MIC)

Zeit für das Abendessen. Es sollten Spaghetti bolognese werden. Für die Spaghetti hatten wir allerdings keinen Topf mit dabei. Sonja, die Bäuerin, half uns hier dankenswerterweise aus. Gar nicht so einfach, bei dem Wind und diesen Temperaturen, kochendes Wasser zu produzieren.

Noch am Freitag Abend, gegen 22:30 Uhr, begrüßten wir mit Andi unseren ersten Gast. Wir verabreichten ihm eine Schüssel warme Spaghetti. Wir quatschten noch gemütlich in die Nacht hinein. Andi ist an diesem Abend nicht mehr nach Hause gefahren. Kurzerhand funktionierte er sein Auto zu einem Zelt um. Bei sternklarem Himmel lagen wir gegen Mitternacht alle in den Schlafsäcken.

Sonnenaufgang

Bild 2: Sonnenaufgang

Am nächsten Morgen, pünktlich um 07:00 Uhr, begannen die Kinder ihren Dienst im Stall. Sie sind ohne einen Wecker und ohne Murren aufgestanden. Die Bauern haben angekündigt, dass sie erst gegen 08:00Uhr auf dem Hof erscheinen würden. Die Kinder hatten bis dahin schon gut vorgearbeitet. Wir erlebten einen wunderbaren Sonnenaufgang, direkt über dem Bäckerbichel.

Thomas (DB5FT)

Bild 3: Thomas (DB5FT)

Mit vereinten Kräften stellten wir den 12,5 m GFK Mast von Thomas auf. Er trug einen Draht von 11 m Länge. Damit war DL0MW/p auf den Bändern 160 m bis 10 m QRV.

Die extrem hohe Luftfeuchte führte zu einem innen beschlagenen Zeltdach. Wir lagerten das Equipment, wie üblich, an den Außenwänden des Zeltes. Die Morsetaste gab nur noch einen Dauerstrich. Einmal Trockenlegen, und schon funktionierte sie wie gehabt. Wieder was gelernt.

Für mich stand nun der Test meiner City-Windom an. Die Antenne hatte ich bis dahin noch nicht einmal aus ihrer Verpackung geholt. Dass sie lang war, hatte ich erahnt. Ausgerollt offenbarte sich dann ihre gesamte Größe. Das eine Ende befestigte ich an einem Baum. Das andere, mittels eines kleinen 2,5m-Mastes, in der Nähe meines Zeltes. Damit war aber bereits die gesamte Breite der Wiese ausgereizt.

Die Kinder kamen mit zwei Flaschen frischer Milch zurück. Zeit für das Frühstück.

Georg (DL5NO)

Bild 4: Georg (DL5NO)

Andi schlief noch. Wollte er nicht um 10:00Uhr bei einem Weißwurstfrühstück in München sein? Das wird jetzt wohl nichts mehr. Wir schickten ihm die Kinder zum Wecken.

Georg (DL5NO) erschien mit seinem eigenen Transceiver, einem Antennentuner und etwas Draht. Er wollte die Betriebsart FT8 einmal ungestört in freier Wildbahn ausprobieren. Seine Antenne spannten wir von einem Baum nach unten, direkt an seinen Tuner. Ausgerüstet mit einem kleinen Tisch, setzte er sich an einen freien Platz im Zelt.

Und wer ist das? Gegen Mittag besuchte uns Franz (DK3DK). Er hatte sich mit dem Fahrrad von München aus auf den Weg gemacht.

Franz (DK3DK)

Bild 5: Franz (DK3DK)

Es fehlten noch Oliver und Nils. Sie wurden mit dem Mama-Taxi direkt auf die Wiese geliefert. Thomas wollte erst einmal testen, wie der Schlafsack mit den geringen Temperaturen in der Nacht zurecht kommt. Seine Erkenntnisse führten zu der Erlaubnis, das die Kinder über Nacht bleiben durften.

Langsam stellte sich Hunger ein. Für mein geplantes Reisgericht waren es zu viele Leute. Aber Spaghetti hatte ich vorsorglich ein paar mehr Packungen mit dabei. Spaghetti? Also nochmal Spaghetti. Etwas Gemüse in die Pfanne geschnitten, und die Spaghetti ins Wasser.

Test des BSP-Senders

Bild 6: Test des BSP-Senders

Auch Toni und Philipp vom Bear Space Project[2] waren dem Ruf des C13-Feldtages gefolgt. Bei ihnen stand eigentlich ein Reichweitentest ihres Senders auf dem Programm. Aber soweit sind wir nicht gekommen. Die Stabilität ihres Senders ließ zu Wünschen übrig. Auch der Aufbau meines Referenzempfängers förderte einige Probleme zu Tage. Mein System dekodierte einen Teil des RTTY-Signals falsch. Leerzeichen interpretierte die Software als @. Alle Versuche mit geänderten Parametern führten nicht zum Erfolg. Allerdings ist uns beim direkten Vergleich aufgefallen, dass der Sender stabil läuft, und nur bei Philipps SDR-Empfänger das große Fading aufwies.

„CQ SOTA, CQ SOTA” tönte es gegen 14:00 Uhr auf 145,500 MHz 145,500MHz. Es war Frank (DJ2FR) auf dem Buchstein (DL/MF-024) aus 1701 m Höhe. Alles stehen und liegen gelassen und ran ans Mikrofon. Es entstand ein riesiges Pileup. Also warten. Mit etwas Geduld klappte es dann und mein SOTA-Punktestand schnellte um 6 Punkte in die Höhe. Nach der Mikrofonübergabe an Thomas konnte auch er sich die Punkte sichern.

Zelte

Bild 7: Zelte

Am späteren Nachmittag fand dann Janin (DK1LJ) ihren Weg zu uns. Mit im Gepäck zwei Masten und eine FD4-Antenne. Für sie stand ein letzter Test für die Reise nach Griechenland im Vordergrund.

Für die Kinder wurde es am Nachmittag noch einmal spannend. Kurz vor unserem letzten Feldtag stattete ein Fuchs dem Geflügelstall einen Besuch ab. Sonja und Markus wollten den verwaisten Stall wieder mit Leben füllen, und bestückten ihn mit zwei Laufenten. Sehr zur Freude der Kinder.

Neuzugang am Bauernhof

Bild 8: Neuzugang am Bauernhof

Am Abend warfen wir noch ein paar Würste auf den Grill. Markus und auch Jakob (DD5JFK) begleiten uns via DB0ZU. Jakob musste seine Zusage für den Feldtag leider berufsbedingt aufgeben. Auch Georg, der bereits wieder zuhause angekommen war, meldete sich bei uns. Wir wollten auf Kurzwelle eine Verbindung zu ihm per Bodenwelle versuchen. Leider scheiterte das Unternehmen.

Die Nacht versprach anfangs nicht so kalt zu werden wie die erste. Es zog Bewölkung auf, die sich aber später am Abend wieder verzog und den Blick auf den Sternenhimmel freigab.

Am Morgen zogen die Nebel über die Wiese. Sonnenaufgang. Die Kinder kümmerten sich wieder um die Kälber.

Wieder war das Zelt innen beschlagen. Die Heizung half, es innen wieder trocken zu bekommen. Die Sonne kämpfte sich durch die Wolken, und gegen 10:00Uhr hatten wir herrlichen Sonnenschein. Allerdings türmten sich auch langsam die Wolken in der Umgebung.

Erst einmal die Antennen abbauen. Die kleinen Zelte trockneten schnell, und deren Abbau gestaltete sich unproblematisch. Endlich war auch das große Zelt trocken. Nun schnell alles Verpacken, denn die Wolken sahen zunehmend bedrohlicher aus. Zwei Minuten, nachdem das grosse Zelt im Sack verschwunden war, gab es in der Nähe einen Blitzeinschlag. Dabei blieb es dann auch. Kein Gewitter, kein Regen. Nochmal Glück gehabt.

Wenige Minuten später traf Hartwig bei uns ein. Er berichtete von heftigen Regenfällen auf dem Weg zu uns. Leider passte das Aggregat nicht in seinen Wagen und so mussten wir noch einmal alles umladen. Es lag nun nichts mehr auf der Wiese und wir traten den Heimweg an.

Wie immer am Ende einer solchen Veranstaltung fragt man sich, was optimiert werden kann. Wir stecken viel Energie in die Bewegung unserer Ausrüstung. Was lag also näher, als Markus, den Bauern, nach einer Unterstellmöglichkeit zu fragen. Er schien erstmal nicht abgeneigt. Vorstellbar ist zukünftig also, dass wir Zelt, Aggregat und Masten bei ihm unterstellen.

Schmerzlich vermisst haben wir Tische und Sitzgelegenheiten. Ich rege daher die Beschaffung von ein oder zwei Bierbank-Garnituren an.

Der Fuchsbichl, speziell die zugewachsene Flakstellung, ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Ebenso sollten wir das Thema Sanitäreinrichtungen noch einmal überdenken.

Abendessen

Bild 9: Abendessen

Sonja und Markus planen 2018 auf der Wiese ein Haus zu bauen. Es bleibt abzuwarten, ob wir hier noch die Mindestabstände für den Contest einhalten können. Falls sich daraus ergeben sollte, dass wir die Wiese nicht mehr nutzen können, besteht die Möglichkeit, auf ein anderes Stück Land des Bauern auszuweichen.

Erstaunt war ich über die große Resonanz. Der Feldtag war nur im OV C13 angekündigt. Zudem hatte ich ein paar Interessierte außer der Reihe angesprochen.

Aus den Rückmeldungen der Teilnehmer konnte ich entnehmen, dass das Format des Feldtages gut angenommen wurde. Vielleicht sollten wir das 2018 wiederholen?

Mein Dank gilt vor allem Thomas und Hartwig, in deren Händen die gesamte Logistik lag.


Sven (DG1SVE)

Öffentlichkeitsarbeit: Jugendbasteln in Neuhadern, Unterstützer gesucht

OM Wolfgang Förtsch, DK4MZ, hat das Projekt Elektronikbasteln mit Kindern in Neuhadern (ich berichtete bereits in den letzten C13-Infothemen) bei uns nochmals vorgestellt. Dabei zeigte er auch die aufzubauenden AATIS-Bausätze

  • Taschenlampe AS306 sowie
  • Roulette AS116

Für Auf- und Abbau sowie die Betreuung der Kinder werden noch Helfer für die geplanten zwei Nachmittage gesucht. OM Wolfgang versucht, Uhrzeit und Termine soweit wie möglich mit den freiwilligen Helfern und der Nachbargemeinschaft Neuhadern e.V., die dieses Jugendprogramm ausrichtet, abzustimmen.


Wolfgang (DB2MWA)

Organisatorisches: unser OV-Lokal hat geschlossen; Diskussion über Alternativen

Vollkommen unerwartet und plötzlich, sowie ohne jede Ankündigung oder Information an uns, hat unser langjähriges OV-Lokal „Zum Goldenen Hirschen” in der Renatastraße 35 „dichtgemacht”. Ich habe das nur durch Zufall herausbekommen, als ich versuchte möglichst rechtzeitig den Saal für die OV-Abend Termine für 2018 zu reservieren. Auf intensives Nachfragen hin wurde mir mitgeteilt, dass es zur Zeit vollkommen unklar ist, ob und wann ein eventueller neuer Pächter das Lokal wieder aufmacht. Insgesamt ergab die Diskussion, dass die Chancen, dass wir uns in 2018 wieder im Goldenen Hirschen (oder Nachfolge-Lokal) zusammenfinden können, derzeit als eher gering einzuschätzen sind.

Als Ausweich-Lokal stand für diesmal das „Weiß-Blau“, ehemals „Novi Sad“ zur Verfügung. Prinzipiell stünde dieses Lokal auch für 2018 zur Verfügung. Allerdings machte OM Markus, DO8GZ, auf eine Alternative aufmerksam, nämlich dem in der Nähe befindlichen „Bärenwirt“. Zur Zeit klären wir (OMs Sven, Markus und Wolfgang) ob auch dieses Lokal in Frage käme. Falls die Konditionen für die dortige Saalbenutzung stimmen, könnten wir mal einen Test machen. Ich werde spätestens in der Einladung zum nächsten OV-Abend entsprechend informieren.


Wolfgang (DB2MWA)

Organisatorisches: Verwirrung um OV-Barkassen

Für einige Verwirrung bei unseren Mitgliedern hat eine Meldung im DARC OV-Info, Ausgabe Mai 2017 gesorgt. Die Meldung lautete folgendermaßen:

Gemäß des Vorstandsbeschlusses vom März 2017 müssen die Geldbestände der Barkassen in den Untergliederungen bis zum Stichtag 31. Dezember 2017 abgebaut werden. Als maximaler Höchstbestand dient die Vorgabe von 250,00 €. Im Rahmen besonderer Aktivitäten sind nach vorheriger Absprache mit der entsprechenden Sachbearbeiterin des Ortsverbandes Ausnahmen bis zu 1.000,00 € möglich, die nach Beendigung der Veranstaltung wieder abgetragen werden müssen.

Dies hat bei einigen den Eindruck erweckt, dass wir per Jahresende nur noch 250,00 € in der Kasse haben dürfen und eventuelle Überhänge von Baunatal „abgeschöpft“ würden.

Ich kann in dieser Sache Entwarnung geben. Ich kenne die Diskussion tatsächlich recht gut von den Distriktsversammlungen.

OM Georg hatte nämlich in der C13-internen Diskussion ganz richtig erkannt, dass hier tatsächlich nur die BARKASSEN einiger OVe gemeint sind! Barkassen mit „richtigem Geld” drin sind nämlich immer noch grundsätzlich erlaubt und manche OVe haben auch wirklich so einen „Klingelbeutel”.

Wir haben von vornherein keine Barkasse und damit vermeiden wir viele Schwierigkeiten. Es gab nämlich z.B. auf der letzten DV sogar Berichte aus nicht näher genannten OVen, nach denen die Barkasse von einzelnen Mitgliedern in, sagen wir mal, „temporären persönlichen Engpässen” nicht ganz satzungsgemäß „verwendet” worden sei… (so zumindest die Gerüchte).

Der Nachteil der fehlenden Barkasse bei uns ist natürlich, dass manche Ausgaben (Fieldday, Fuchsjagd, Anschaffungen...) zunächst oft von einzelnen Mitgliedern ausgelegt werden und erst später durch OM Udo von unserem Konto rückerstattet werden.

Bei uns ist alles in Ordnung und wir verwenden unsere Mittel meiner bescheidenen Meinung nach sehr sinnvoll. Übrigens: Vorschläge von Euch zu sinnvollen, Amateurfunk-bezogenen, Ausgaben sind selbstverständlich jederzeit willkommen!

Die sehr hohen Geldbeträge die manche OVe auf dem Konto (nicht in der Barkasse) gehortet haben, haben auf der DV eine ganz andere Diskussion ausgelöst:

Es wurde da überlegt, ob man die jährliche Zuwendung aus Baunatal nach sinnvollen, Amateurfunk-bezogenen Aktivitäten in den Ortsverbänden austeilt, anstatt (wie zur Zeit) nach Mitgliederzahl, mehr oder weniger nach dem „Gießkannenprinzip”.

Es wurde in dieser Diskussion allerdings auch ganz klar eingeräumt, dass die höheren Kontorücklagen macher OVe durchaus auch berechtigt und sinnvoll sein können. Beispielsweise wenn mit größeren Ausgaben, z.B. für Relais-Wartung oder -Rückbau etc. gerechnet werden muss.


Wolfgang (DB2MWA)

DARC: Herbst-Distriktsversammlung 2017 des Distrikts C Oberbayern

Die Distriktsversammlung findet am Samstag, 4. Nov. 2017 im Wirtshaus Leiberheim, Nixenweg 9, 81739 München-Neuperlach statt. Diesmal liegt auch wieder die Neuwahl des Distriktsvorstandes an. Ich werde unseren OV C13 auf jeden Fall dort wieder vertreten und anschließend berichten. Die Veranstaltung ist wie immer für DARC-Mitglieder öffentlich aber natürlich haben wir bei den Abstimmungen nur eine Stimme.


Wolfgang (DB2MWA)

Technik: der vektorielle Antennenanalysator FA-VA 4, eine kurze Vorstellung

Der vektorielle Antennenanalysator FA-VA 4 wurde von mir (Wolfgang, DB2MWA) kurz vorgestellt und ein Exemplar wurde zur Ansicht und für den persönlichen Eindruck herumgereicht.

Der FA-VA 4 ist als Bausatz vom Shop des „Funkamateur“, Box 73[3] , für nur knapp 150,00 € zu beziehen und wurde in den Ausgaben des FA 3 und 4 / 2017 detailliert beschrieben.

vektorielle Antennenanalysator FA-VA

Bild 10: vektorielle Antennenanalysator FA-VA

Der Bausatz ist sehr einfach aufzubauen, da die Platine bereits mit allen SMD Bauteilen fertig bestückt ist. Lediglich Schalter, BNC-Buchse (Messanschluss) sowie Buchsenleisten für das aufzusteckende Display sind noch zu bestücken und zu verlöten. Dies gelingt leicht mit einer dünnen („Bleistiftminen-“) Lötspitze. Natürlich hat der geradezu sensationell geringe Preis durchaus auch Folgen: der FA-VA 4 ist nur bis 100MHz verwendbar und damit leider schon nicht mehr für das 2m-Band. Jedoch sind ansonsten die Testergebnisse offenbar sehr gut. Laut den Artikeln im FA kann sich beispielsweise die Genauigkeit durchaus mit weitaus teureren, professionellen Geräten messen.

Das Gerät ist leicht und kompakt, daher sehr gut beim Fieldday etc. zu verwenden. Die Bedienung erfolgt menügesteuert über drei Tasten und ist recht intuitiv. Die Kalbrierung erfolgt, wie im professionellen Bereich, mittels der SOL-Methode (Short, Open, Load). Die dazu erforderlichen BNC-Steckeradapter (BNC-Kurzschluss, BNC-offen und BNC-50 ohm) liegen dem Bausatz bei.

Das Gerät kann neben der Anzeige des SWR über der Frequenz auch direkt die (komplexe) Impedanz bei gegebener Frequenz incl. Real- und Imaginärteil (Wirk- und Blindwiderstand) in der Form

Z = R + j X

anzeigen. Daneben wird in dieser Anzeige auch das SWR bei der jeweiligen Frequenz und der Scheinwiderstand (|Z| = Betrag der komplexen Impedanz) angezeigt. Kapazitive oder induktive Blindanteile können auch direkt in pF bzw mH angezeigt werden, was die Kompensation, beispielsweise durch Verkürzungskondensator bzw. Verlängerungsspule, vereinfacht.

Wahlweise ist das auch bei bis zu fünf verschiedenen Frequenzen gleichzeitig möglich, eine Eigenschaft, die zum Abgleich von Multibandantennen sehr nützlich ist.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren Messmöglichkeiten über die Antennenanalyse hinaus. Diese sind in der Anleitung des Geräts kurz beschrieben.

Insgesamt handelt es sich, wie ich meine, um ein sehr gelungenes Gerät (zumindest für die Anwendung im Kurzwellenbereich) mit einem Preis / Leistungsverhältnis das man getrost als bisher einzigartig bezeichnen darf.


Wolfgang (DB2MWA)

Wegen QRT: Datenfunkgerät 70cm und TNC abzugeben

Ich wurde kürzlich von einem OM kontaktiert, der sein Rufzeichen abgegeben hat und das Hobby nicht mehr ausübt. Er hat mich gebeten bekanntzugeben, dass sein Azden PCS-9600D 70 cm FM-Transceiver (bezeichnet als „Daten“ - Transceiver, max. 35 W Ausgangsleistung), nebst TNC für Packet Radio zu verschenken ist. Ich habe mit dem OM persönlich gesprochen und durfte die Sachen bei ihm abholen. Neben dem TRX/TNC gibt es auch noch einige Kleinteile sowie ein SWR-Meter und eine HB9CV – Antenne für 70 cm.

Frage: wer von uns hat Interesse an diesen Sachen? Zu bedenken ist natürlich, dass Packet Radio inzwischen möglicherweise schon seine besten Zeiten gesehen hat und weitgehend durch das HAMNET abgelöst wurde.


Wolfgang (DB2MWA)

Statistik: Entwicklung der Zahlen der Amateurfunkrufzeichen in DL

Nach dem erneuten dramatischen Abfall der Zahl der in DL zugewiesenen Amateurfunkrufzeichen, der zwischen ca. 08/2016 und ca. 03/2017 beobachtet wurde, hat sich der Trend inzwischen wieder stabilisiert. Zuletzt, also per 05.09.2017, liegt die Zahl bei 72488.

Entwicklung der Rufzeichen in DL

Bild 11: Entwicklung der Rufzeichen in DL


Wolfgang (DB2MWA)

C13-Sommer-Rätsel

Zwei unserer C13-OMs haben sich auf Fotos in der September-Ausgabe der cqDL versteckt. Die Frage war: Wie lauten die Nummern der Seiten und die Rufzeichen beider OMs? Es gab vier Personen, die das Rätsel geknackt haben:

  • Georg (DL5NO)
  • Wolfgang (DB2MWA)
  • Janin (DK1LJ)
  • Markus (DO8GZ)

Und hier ist die Lösung: Seite 79, die Namen der OMs Thomas (DB5TF) und Sven (DG1SVE).


Sven (DG1SVE)