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OV-Abend C13 2018-05

Öffentlichkeitsarbeit: Unsere Beteiligung am Münchner Streetlife Festival am 5. und 6. Mai

Am 5. und 6. Mai fand das diesjährige Frühjahrs-Streelife Festival auf der Ludwigstraße bei überwiegend schönem Wetter statt. Unser DARC-Stand bestand wieder einmal aus dem HAM-Mobil des Distrikts C mit einer Kurzwellen- und einer UKW-Station. Der Standort war diesmal zwar nicht, wie in den vergangenen Jahren, direkt vor der Bayerischen Staatsbibliothek, sondern schräg gegenüber, was aber den Besucherzahlen keinen Abbruch tat. Wir (OV C13) wurden durch Sven DG1SVE und Wolfgang DB2MWA vertreten, dies allerdings aus Termingründen nur am Sonntag, 06.05.2018.

Auch diesmal wieder wurde die angebotene 2m-Übungsfuchsjagd wurde von Vielen, vor allem natürlich von Kindern und Jugendlichen, gern angenommen. Insgesamt wurden wieder ca. 30 Adressen von Interessenten auf den Kontaktbögen festgehalten, woraus man erwarten darf, dass sich wieder einige Teilnehmer für zukünftige Kurse und damit neue Funkamateure ergeben dürften. Allerdings ist auch klar, dass sich nach unseren Erfahrungen aus diesen Kontakten wenig bis gar kein Zuwachs für unseren OV C13 generieren lässt. Darum haben wir versucht, uns in den Gesprächen mit potenziellen Interessenten direkt als Ansprechpartner anzubieten. Dabei wurde aber auch schnell klar, dass Viele recht zurückhaltend sind, ihre Kontaktdaten für eine spätere Verbindungsaufnahme durch uns herauszugeben. Gerne dagegen wurde versprochen, uns direkt mit weiteren Fragen zum Amateurfunk anzusprechen. Leider ist das immer mit einiger Skepsis zu betrachten und tatsächlich ist bei mir (Wolfgang DB2MWA), trotz bereitwilliger Herausgabe meiner Kontaktdaten bisher keine einzige Anfrage eingegangen.

Interessant war immerhin das Spektrum an sehr verschiedenen Menschen und deren Anliegen in den Gesprächen vor Ort: die Themen reichten von echten Interessenfragen zu Amateurfunk (...wie wird man Funkamateur, was kann/darf man alles mit einem Rufzeichen machen, was braucht man um QRV zu werden usw.) bis hin zu eher esoterischen Anfragen (...könnt ihr die Signale in meiner Wohnung messen, die ich ständig im Kopf höre? Oder: ihr könnt doch Leute mit Funkwellen durch die geschlossenen Augenlider hindurch manipulieren!?).

Fazit: Insgesamt ein nettes menschliches Spektrum an interessanten und kurzweiligen Gesprächen, Anliegen und Kontakten!


Wolfgang (DB2MWA)

Öffentlichkeitsarbeit: Gute und schlechte Presse-Veröffentlichungen über den Amateurfunk in letzter Zeit

In den letzten Wochen ist es uns ja gelungen, einige sehr schöne und vor allem positive Meldungen und Reportagen zum Amateurfunk in den Medien zu platzieren.

Hier ist beispielsweise der Artikel[1] von Christina Hertel vom 13.04.2018 in der SZ zu nennen.

Übrigens ist Frau Hertel zunächst bei Ihren Recherchen bei uns, also dem C13, herausgekommen. Wir haben sie dann nach einem längeren Telefonat (mit Wolfgang DB2MWA, zur Abklärung ihrer spezifischen Interessen am Amateurfunk) an unseren Distrikts-PR-Referenten, OM Alfred DJ0GM weiter vermittelt.

Das FOCUS-Magazin hat den Internationalen Amateurfunktag am 18. April zum Anlass genommen, einen Bericht[2] über unser einzigartiges Hobby zu veröffentlichen.

Auch bei Heise erschien ein sehr guter Online-Beitrag[3]

Einer der Höhepunkte war wohl die Reportage über die Amateurfunktagung von Pauline Curtet im französischen Rundfunk. Damit haben wir es also sogar bis in das benachbarte europäische Ausland geschafft.

Leider gibt es diesmal aber auch Negatives zu vermelden: im Vorfeld des Weltamateurfunktages am 18.04.2018 verbreitete ein Journalist der Deutschen Presseagentur die folgende Meldung:

Digitalfunk schützt Brandenburgs Notdienste vor Mithörern:

Die Umstellung von analogem auf Digitalfunk bietet für Brandenburgs Polizei- und Rettungskräfte viele Vorteile. So ist es für Amateurfunker wesentlich schwerer geworden, Notrufe mitzuhören oder zu stören, wie eine Umfrage der DPA zum Weltamateurfunktag am 18. April ergab. Digitalfunk habe deutlich höhere Kapazitäten sowie eine bessere Abhörsicherheit und Sprachqualität, sagte eine Sprecherin der Polizei. Durch bessere Verschlüsselung und genaue Ortungsmöglichkeiten könnten kriminelle Störer schneller ausfindig gemacht werden.

Quelle: Deutschen Presseagentur

Teilweise gab es unter dieser Meldung auch noch einen Link zur Webseite des DARC. Auf diese Meldung hin gab es natürlich einen Sturm der Entrüstung unter den Funkamateuren und viele schrieben an die DPA und die Zeitungen in denen die Meldung erschien. Daraufhin wurde die Meldung auch tatsächlich in einigen Fällen online abgeändert oder sogar gelöscht.

Der Journalist hatte wohl den Amateurfunk, der sich heutzutage ja auch gern mit den digitalen Betriebsarten in der Öffentlichkeit darstellt, und den digitalen BOS-Funk vollkommen vermischt, obwohl er offenbar auch telefonische Auskünfte bei der DARC-Geschäftsstelle in Baunatal eingeholt hatte. Erfahrungsgemäß ist der Schaden, der in der öffentlichen Wahrnehmung durch solche unsäglichen Meldungen angerichtet wird, aber jedenfalls immens. Denn was bleibt ist die Aussage, dass die Amateurfunker, also in der öffentlichen Wahrnehmung auch Funkamateure, kriminell sind.


Wolfgang (DB2MWA)

Öffentlichkeitsarbeit: SOTA-Interview für RFI

Im Vorfeld der Amateurfunktagung sprach mich Frank DJ2FR an, ob wir nicht das Thema Bergfunk unter den Teilnehmern der Tagung bekannter machen könnten. Und so organisierten wir einen kleinen Stand rund um das Thema.

Pauline Curtet produzierte für Radio France Internationale[4] einen Beitrag zur Amateurfunktagung in München. Sie kam auch an unserem Stand vorbei und ich gab ihr ein Interview über die faszinierende Welt des Bergfunkes so wie über das SOTA-Programm.

Die Entwicklung des Weltgeschehens sorgte allerdings für eine Verschiebung des Beitrages. Am 29.03.2018 war es dann soweit, der Beitrag lief gegen 18:00 über die Sender. Für C13 gab es so die Möglichkeit sich auch auf internationaler Bühne zu präsentieren.


Sven (DG1SVE)

Störungen: Elektor-Verlag sammelt nicht-EMV-konforme LED Leuchtmittel.

Der Elektor-Verlag ruft z. Zt. alle Leser und speziell alle Funkamateure dazu auf, nicht EMV-konforme LED-Leuchtmittel, einschließlich Netzteilen, einzuschicken, und zwar an den Elektor-Verlag GmbH, Kackertstr. 10, 52072 Aachen.

Ein Zettel mit der Aufschrift „EMV-LED-Lampe” soll für die korrekte Zuordnung im Posteingang beigelegt werden. Diese Lampen sollen dann bei Elektor EMV-technisch untersucht werden um sie, im Falle der Bestätigung, anschließend an die zuständige Marktüberwachung der BNetzA weiterzuleiten. Die BNetzA begrüßt diese Aktion und möchte über störende Lampen informiert werden und diese gegebenen Falls aus dem Verkehr ziehen. Sollte sich also die Störung durch das jeweilige LED-Leuchtmittel bestätigen, will die BNetzA die betroffenen Fabrikate vom Markt nehmen, sofern diese überhaupt noch angeboten werden.

Angeregt wurde diese Aktion durch eine Pressemitteilung des DARC im September 2017 durch OM Christian Entsfellner DL3MBG über die deutlich zunehmende Störung des Funkverkehrs und des DAB-Empfangs.

Interessanterweise gibt es aus dem Kreis der Funkamateure selbst einiges an Skepsis, ja sogar Polemik über diese Aktion, wohl anscheinend allein deswegen, weil sie mit dem DARC e.V. verknüpft ist.

So kommentiert OM Michael Riedel DG2KAR im Funktelegramm 06/2018 die Sache u.A. mit folgenden sprachlichen Attributen:

...der Spitzenfunktionär des Clubs (gemeint ist OM Christian DL3MBG) empörte sich sinngemäß darüber, dass sich alles nur noch um den Schutz der Umwelt zugunsten von Menschen, Tieren und der Natur drehe und sich niemand um die elektromagnetische Verschmutzung der Umwelt kümmere...

Ferner:

...Die rührige Aktion des Elektor-Verlags sei gut gemeint. Die Behörde und der Club dürften die Aktion schon deshalb begrüßen, weil man sich dadurch keiner Kritik durch Industrie und Handel aussetzt...

Und weiter:

...Im Ergebnis wird der Behörde angesichts dieses Verfahrensablaufs jedoch kaum ein rechtsstaatlicher Handlungsspielraum für die Verhängung vom Markt-aufsichtsrechtlichen Maßnahmen bleiben. Es würde dabei nichts zum Schutz des Amateurfunks herauskommen.

Quelle: OM Michael Riedel DG2KAR

Eine Begründung, wie und warum OM Michael DG2KAR zu diesem Urteil gelangt, ist allerdings für mich in seinem Beitrag nicht erkennbar. Es scheint sich dabei eher um eine Meinungsäußerung zu handeln, was natürlich erlaubt ist. Auch scheint der Beitrag stark von dem tiefen Misstrauen gegen die („Spitzenfunktionäre”) da in Baunatal geprägt zu sein, was schon an der Sprache deutlich wird.

Ob nun bei der eigentlichen Aktion etwas herauskommt oder nicht: den Versuch ist es allemal Wert und ich (Wolfgang DB2MWA) vermisse vernünftige und konstruktive Handlungsalternativen vom Autor oder zumindest sachliche Begründungen, warum die (Zitat) „rührende” und „gut gemeinte” Aktion des Verlags so sehr zum Scheitern verurteilt ist.

Aber selbstverständlich möge sich ein jeder selbst ein Bild machen: Der Beitrag findet sich im Funktelegramm 06/2018 auf Seite 3.


Wolfgang (DB2MWA)