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IARU-Region-1-Fieldday 2017-06

Am ersten Wochenende im Juni fand - wie alle Jahre - der IARU Region 1 CW-Fieldday statt, somit also heuer am 2. und 3. Juni. An dieser Freiluftveranstaltung nehmen jährlich Hunderte von Amateurfunkstationen aus Europa (und darüber hinaus auch Stationen aus anderen Kontinenten) teil. Der CW-Fieldday ist ein Funkwettbewerb, bei dem es darum geht, binnen 24 Stunden möglichst viele Verbindungen mit anderen Amateurfunkstationen herzustellen. Die Besonderheit beim Fieldday besteht darin, dass die teilnehmenden Stationen nicht in festen Gebäuden errichtet und ans Stromnetz angeschlossen sein dürfen. Mit dem Aufbau der Station darf frühestens 24 Stunden vor Beginn des Wettbewerbs begonnen werden. Im Ursprung ist der Fieldday nicht nur eine Spaßveranstaltung für alle Teilnehmer, sondern auch eine Übung, mit der demonstriert wird, dass Amateurfunk bei Notfällen mit einem guten Grad an Improvisation weltweite Kommunikation gewährleisten kann.

Thomas (DB5FT) im Trainingslager

Bild 1: Thomas (DB5FT) im Trainingslager

Beim OV München-West (C13) nehmen wir mit unserer Klubstation DL0MW/p seit vielen Jahren regelmäßig am Fieldday teil. In diesem Jahr bestand die besondere Herausforderung darin, dass ein Teil unserer Support-Mannschaft nicht zur Verfügung stand, da aus unerfindlichen Gründen die HAM-Radio-Messe in Friedrichshafen auf dasselbe Wochenende verlegt worden war. Damit war auch die verfügbare Transportkapazität eingeschränkt. Das Transportproblem löste der Ortsverband durch Anmietung eines kleinen Transporters.

aufgebaute Anlage im Operatorzelt

Bild 2: aufgebaute Anlage im Operatorzelt

Am Samstag ging es morgens los mit dem Einladen des Equipments. Pünktlich zu „High noon” traf sich das Fieldday-Team auf der tradionellen Fieldday-Wiese in der Nähe des Klosters Andechs. Den Ausfall eines Teils der Crew durch die „Ham-Radio” konnten wir für den Aufbau durch tatkräftige Unterstützung der „DB5FT-Family” bestens kompensieren. Nach rund 2 1/2 Stunden standen das Zelt sowie die Antenne, und die Station war betriebsbereit. Um 17:00 Uhr ging es los mit dem eigentlichen Wettbewerb. An der Station funkten Sebastian (DL1KSE), Georg (DL5NO) und in diesem Jahr erstmals Thomas (DB5FT), der in der Woche zuvor auch schon zusammen mit DL5NO ein„Trainingslager” in Form einer Kurzteilnahme am CQWPX-Contest absolviert hatte. Die besondere Kunst bei Funkwettbewerben in der Betriebsart CW besteht darin, die aufgenommenen Morsebotschaften möglichst zügig und fehlerfrei in das heutzutage meistens elektronisch geführte Kontest-Log zu bringen.

An beiden Tagen war es warm, am Samstag sogar richtig heiss, so dass wir am Sonntag früh noch einen Nachschub an Getränken von der „Tanke” in Herrsching organisieren mussten. Das Catering bestand infolge der Verfügbarkeit eines Gasgrills primär aus Bratwürsten und Steaks. Besonders hervorzuheben war der Kartoffelsalat, den die XYL von DB5FT beigesteuert hatte. Das Wetter spielte bestens mit, ohne einen einzigen Regentropfen an beiden Tagen. Lediglich ein südlich vor den Bergen vorbeiziehendes Gewitter führte am Samstagabend zu Knistern und Krachen (aka QRN) in den Kopfhörern.

Abendstimmung am Fuchsbichel

Bild 3: Abendstimmung am Fuchsbichel

Nach 24 Stunden standen 884 Verbindungen im elektronischen Log. Das reichte am Ende in diesem Jahr leider nur für Platz 15 in der „Restricted-Wertung” (100 W Sendeleistung an einer Dipolantenne). Für das nächste Jahr ist wieder der Angriff auf die „Top Ten” geplant.

Beim Abbau unterstütze uns noch Manfred (DL1MFY), so dass am Sonntag um 18:45 h, also knapp 2 Stunden nach Ende des Wettbewerbs, die Wiese wieder leergeräumt war.