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C13 SOTA-Aktivierung 2018/04 Mangfallgebirge (DL/MF)

Die Bahn in Richtung Garmisch wartete mit Streckenbauarbeiten auf. So wichen wir auf Berge aus, die mit der Bayrischen Oberlandbahn aus erreichbar sind. Für die erste gemeinsame Tour in diesem Jahr fiel die Wahl auf das Gebiet um den Tegernsee. Plan war, eine Runde über folgende Berge:

  • DL/MF-034, Baumgartenschneid - 1449m
  • DL/MF-092, Kreuzbergköpfel - 1273m
  • DL/MF-033, Gindelalmschneid - 1334m

Mit der funktechnischen Ausrüstung beschränken wir uns auf das 2m-Band in FM und SSB.

Riederstein (1207m)

Bild 1: Riederstein (1207m)

Wir trafen uns, Thomas (DB5FT), Sophia (DN1SVE) und ich Sven (DG1SVE) am Hauptbahnhof in München. Es war klar, das der Zug voll würde. Schon mit der Ausfahrt aus dem Bahnhof standen die ersten Leute in den Gängen des Zuges.

In Tegernsee angekommen folgten wir der Beschilderung zum Baumgartenschneid. Eine Route führte über den Pfliegeleck (1063 m). Und hier hörten wir schon die erste SOTA-Station. Ein OM der sich aus dem Bayrischen Wald meldete. Nachdem das erste Pileup abgeklungen war versuchten wir auf seinen Ruf zu antworten. Leider war unser Signal zu schwach, wir wurden nicht gehört.

Blick zum Tegernsee

Bild 2: Blick zum Tegernsee

Wenn man sich schon so weit dem Riederstein genähert hat, mussten wir natürlich der kleinen Kirche einen Besuch abstatten. Kurz darauf meldete sich Gunnar (DD5KI). Er befand sich auf der Kreuzbergalm und wartete schon auf unsere Aktivierung. Er gab uns noch einen kleinen Bericht über die Schneelage am Baumgartenschneid durch. Von der Westseite her lag noch etwas Schnee aber unkritisch, der Berg sei gut besucht.

Der Wald wurde lichter, der Schnee höher. Aus dem Wald heraus stand der Gipfel des Baumgartenschneid vor uns. Oben angekommen kümmerten wir uns um den Verzehr unsere Proviantes und genossen die herrliche Aussicht. Nun wurde es aber auch Zeit den Berg zu aktivieren. Einige OM's beobachteten uns über APRS. Sie wussten natürlich, dass wir schon auf dem Gipfel stehen. Also die Funkgeräte ausgepackt, die Antennen aufgebaut und losgefunkt. Unter den ersten QSOs gingen uns auch gleich zwei C13-OMs ins Netz. Nach 18 QSOs in FM versuchten wir es nun in SSB. Leider erfolglos.

Baumgartenschneid (1449m) DL/MF-034

Bild 3: Baumgartenschneid (1449m) DL/MF-034

So packten wir wieder alles zusammen und brachen in Richtung Kreuzbergköpfel auf. Der Weg führte uns schnell zurück in bewaldetes Gebiet. Auch hier bremste der Schnee das vorwärtskommen. Um das Kreuzbergköpfel zu besteigen, musste es erst umrundet werden. Wir trafen auf den Wirtschaftsweg der Kreuzbergalm. Die Suche nach dem Einstieg, die schlechten Bedingungen auf den Wegen und die Tatsache, dass der Berg mit seinen 1273 m auf 2 m problematisch werden würde, sprachen für eine Verschiebung der Aktivierung. Wir liefen weiter in Richtung Gindelalmschneid zur Kreuzberalm.

OM Dieter (DL1RDB) bemerkte das Problem und informierte uns netterweise per APRS-Message, dass wir am Gipfel vorbeigelaufen sind.

Thomas (DB5FT) beim Flasche auffüllen

Bild 4: Thomas (DB5FT) beim Flasche auffüllen

Auf der Kreuzberalm nutzen wir die Gelegenheit uns mit Trinkwasser zu versorgen. Es lief zwar nur Tropfenweise, aber mit etwas Geduld wurde auch die letzte Flasche voll. Nach dem Abstieg durch ein Schneefeld kämpften wir uns den schlammigen letzten Aufstieg in Richtung Gindelalmschneid hoch. Oben auf dem Grad lag noch ordentlich Schnee. Auf 145.500 MHz hörten wir OM Markus (DO8GZ). Wir konnten ihm zwar einen Rapport von 59 geben, aber er hörte uns nicht.

Am Gindelalmschneid angekommen standen wir auf gut einem Meter Schnee. Der Himmel klar, immer noch keine Wolke zu sehen. München zeichnete sich gut von seiner Umgebung ab. Der Schnee war durch die Wärme sehr feucht, wir beschlossen die Aktivierung nur noch in FM durchzuführen. Schnell standen wieder 13 QSOs in den Büchern.

QRV am Gindelalmschneid (1334m) DL/MF-033

Bild 5: QRV am Gindelalmschneid (1334m) DL/MF-033

Auf dem Abstieg kehrten wir noch in der Neureuther Hütte ein und glichen unser Flüssigkeitsdefizit aus. Der weitere Abstieg gestaltete sich schneefrei und wir erreichten am Bahnhof Tegernsee den Zug gegen 18:50 Uhr.

Eine kleine Überraschung hielt die Bahn noch für uns bereit: ein Teil der Strecke war nur eingleisig zu befahren. Die Rückfahrt verlängerte sich um 45 Minuten. Egal, Hauptsache wir konnten alle sitzen, denn der Zug war auch hier bei der Ausfahrt aus Tegernsee voll.

Für die erste Tour im Jahr war es doch recht ordentlich. Zwar haben wir nicht alle der geplanten Aktivierungen durchführen können. Außerordentlich gefreut haben wir uns aber über die zahlreichen C13-OMs, die unserem Aufruf gefolgt sind. Einen herzlichen Dank an alle die uns bei diesen Aktivierungen unterstützt haben.